Aus Zwei mach Eins


Der angekündigte Zusammenschluss der beiden Organisationen Bewegung für eine offene und demokratische Schweiz (BODS) und Asylkoordination Schweiz (AKS) ist auf gutem Weg.

Die jahrelang im gleichen Sinn geleistete Arbeit von BODS und AKS soll künftig, statt Doppelspurigkeiten zu erzeugen oder sich gar zu konkurrenzieren, gemeinsam mit geballter Kraft weitergeführt werden. Die bescheidenen Mittel sollen zusammengelegt werden, um unserer Sache, der gelebten Solidarität, mehr Gehör zu verschaffen.

Ziele unverändert

Im Vordergrund der Überlegungen zu einem Zusammenschluss standen die vertretenen Inhalte. Die Gründungs- und Basismitglieder beider Bewegungen haben ein Recht darauf, dass ihre ursprünglich angestrebten Ziele nicht einfach über Bord geworfen werden. Aufbauend auf diesen gemeinsamen Nenner entstand eine neue politische Plattform. Einige Sätze darin lauten: „Menschen mit eigener Migrationserfahrung verfügen über interkulturelle Kompetenzen, die Fähigkeit, gegen den Strom zu schwimmen, neue Bilder und Gedanken zu entwickeln. Auf diesen Stärken bauen wir auf". „Wir bekämpfen jegliche Form von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und unterstützen alle Bemühungen von Bürgerinnen und Bürgern, die sich für eine offene Schweiz engagieren". Die im Gründungspapier der neuen Organisation vertretenen Thesen sind nicht neu; sie entsprechen den von beiden Bewegungen seit Jahren durchgeführten politischen und mitmenschlichen Aktionen.

Wie es der Name sagt, widmete sich die Asylkoordination - als Dachorganisation für verschiedene Gruppierungen - bis heute vornehmlich der Flüchtlingsproblematik mit all ihren weitreichenden Ursachen und politischen Verästelungen. Die BODS hat sich seit ihrer Gründung durch bekannte schweizerische Persönlichkeiten entsprechend der 1986 veröffentlichten „Charta" für eine „andere Schweiz" eingesetzt. Aufgerufen wird darin zu Mitverantwortung und Solidarität mit einer weltweiten Perspektive, zum Einsatz gegen Rassismus und für die Rechte von Minderheiten, AusländerInnen, darunter auch der Asylsuchenden. An dieser Haltung hat die BODS immer festgehalten. Die in jüngster Zeit zunehmenden Diskriminierungen von Menschen aus Nicht-EU-Ländern und die alarmierende Situation in der sich viele zu uns Geflüchtete befinden, hat diese Thematik und die intensive Zusammenarbeit mit Gruppen von Asylsuchenden zu einem Schwerpunkt, nicht aber zum ausschliesslichen Betätigungsfeld der BODS werden lassen.

Neuer Name gesucht

Entstehen soll ein Verein mit Mitgliederversammlung, Vorstand und PräsidentIn. Ein Ausschuss von drei ehrenamtlichen Personen begleitet die von zwei Mitgliedern des Sekretariats zu leistende Geschäftsführung. Die beiden Bulletins „BODS-Rundbrief" und „Asylkoordination" werden zusammengelegt und erhalten einen neuen Titel. Seit Monaten wird über den Namen, den die neue Organisation tragen soll, „gehirnt". Leider bisher ohne durchschlagenden Erfolg. Anregungen aus dem LeserInnenkreis sind sehr erwünscht. Eine weitere vorberatende Sitzung zum Zusammenschluss findet am 15. Januar 2000 statt. Wenn unsere Planung aufgeht, sollte der neue Verein an seiner ersten Migliederversammlung am 31. März 2000 das Licht der Politwelt erblicken.

Elfie Schöpf

Vorstandsmitglied BODS

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