AKS, Asylkoordination Schweiz
BODS, Bewegung für eine offene
demokratische und solidarische Schweiz
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Medienmitteilung
Das Arbeitsverbot für Asylsuchende Ist ein Unsinn
Asylsuchende sollen ihren Unterhalt selbst verdienen können statt in die Fürsorgeabhängigkeit gezwungen zu werden
Die Schweizer Asylbewegung lanciert eine Petition gegen das Arbeitsverbot
Die Schweizer Asylbewegung wendet sich entschieden gegen Arbeitsverbote und andere einschränkende Massnahmen und lanciert dazu eine Petition. Sie fordert, dass die geltenden restriktiven Arbeitsbewilligungen durch Massnahmen ersetzt werden, welche die Selbstverantwortung der Asylsuchenden stärken und die erzwungene Fürsorgeabhängigkeit auf ein Minimum reduzieren. Nur über den Zugang zum Arbeitsmarkt lässt sich eine wirtschaftliche Autonomie erlangen, die von Bevormundung befreit.
"Was wird aus meiner Zukunft, wenn ich nicht einmal arbeiten darf? Ich bleibe nur in meiner Unterkunft und verliere meine Jugendzeit", sagt eine Frau aus Äthiopien, die in Solothurn lebt. Wie diese junge Frau leiden viele Asylsuchende unter der erzwungenen Untätigkeit. Ein Leben unter diesen Umständen kann zu Depressionen und Krankheit führen. Das Lohnarbeitsverbot verursacht nicht nur hohe Fürsorgekosten, sondern auch viele weitere gesellschaftliche Ausgaben und es verstösst gegen die Menschenwürde.
Im nächsten August jährt sich die ausserordentliche Massnahme des Bundesrats zum Lohnarbeitsverbot für Asylsuchende und vorläufig Aufgenommene, die nach dem 1. September 1999 in die Schweiz eingereist sind. Die Schweizer Asylbewegung will mit der Petition verhindern, dass dieses Arbeitsverbot verlängert und mit einer Änderung des Asylgesetzes festgeschrieben wird.
Die Petition wird unterstützt von "Gesellschaft für bedrohte Völker - Schweiz" und "Grüne Partei der Schweiz"
Bern, den 8. März 2000
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