Pressecommuniqué

Solidarité sans frontières gegründet


"Eine starke Solidaritätsbewegung braucht das Land", beschieden die rund fünfzig Engagierten aus allen Regionen der Schweiz und beschlossen, die Asylkoordination Schweiz (AKS) und die Bewegung für eine offene, demokratische und solidarische Schweiz (BODS) zusammenzuschliessen. Die neue Organisation heisst: Solidarité sans frontières. Die Gründungsversammlung hat die frühere Nationalrätin Margrith von Felten zur Präsidentin gewählt.

Die beiden Organisationen AKS und BODS haben sich seit mehr als zehn Jahren gegen Fremdenfeindlichkeit und für ein wärmeres politisches Klima im Asyl- und Migrationsbereich sowie für die Achtung der Menschenrechte eingesetzt. Sie sind in regionalen und lokalen Gruppen, in MigrantInnen, - Friedens- und Frauenorganisationen sowie in kirchlichen und gewerkschaftlichen Kreisen verankert. Ziel des Zusammenschlusses ist es, die Kräfte einer solidarischen Zivilgesellschaft zu sammeln.

Der neu gegründete Verein "Solidarité sans frontières" kann sich heute auf rund zehntausend Mitglieder und SpenderInnen abstützen. Er tritt entschieden für die Chancengleichheit aller ein, unabhängig vom Aufenthaltsstatus. Die Verhärtung in der Migrations- und Asylpolitik ist für "Solidarité sans frontières" eine grosse Herausforderung. Konkret wird die Bewegung in den kommenden Monaten unter anderem für ein Ausländergesetz kämpfen, das allen Migrantinnen und Migranten gleiche und tatsächlich durchsetzbare soziale, wirtschaftliche und kulturelle Rechte gewährt. "Solidarité sans frontières" wird sich zudem weiterhin für einen Rechtsanspruch auf Einbürgerung von Menschen ohne Schweizerpass engagieren, die den Mittelpunkt ihres Lebens in der Schweiz haben. Gegen den Rechtsabbau im Asylverfahren und gegen die geplanten Einschränkungen der Fürsorgeleistungen wird die Bewegung Kampagnen durchführen und ein Klima der Offenheit und Toleranz fördern. Die beiden Organisationen haben bereits eine gemeinsame Petition gegen das Arbeitsverbot für Asylsuchende und vorläufig Aufgenommene lanciert.

Bern, den 31. März 2000


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