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| gegen Rassismus | für Flüchtlingsfragen |
| 13. Januar 1999 | |
Mordfall von St. Gallen
Das Präsidium der Eidg. Kommission gegen Rassismus ist über den Mord am St. Galler Lehrer Paul Spirig zutiefst bestürzt. Es spricht ihm und allen in gleicher Weise engagierten Lehrkräften der Schweiz seine Hochachtung für die oft ohne die nötige Anerkennung geleistete Integrationsarbeit aus. Der tragische Fall weist auf die hohe Bedeutung, die den Schulen aller Stufen in der wichtigen Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturkreise und Wertsysteme zukommt.
Die Eidg. Kommission gegen Rassismus musste aufgrund eingegangener Zuschriften feststellen, dass nun einmal mehr im Namen des „Schweizervolkes" Hassparolen gestreut werden, die das Klima vergiften sollen. Sie ist überzeugt, dass eine rassistische Ausbeutung dieses Vorkommnisses nicht im Sinne des Opfers ist, und wehrt sich ganz entschieden dagegen, dass dieses Unglück zur Bestätigung rassistischer Vorurteile und Pauschaldiffamierungen missbraucht wird.